Gedanken auf Nachtschicht

Es ist Dienstag der 28.7. morgens um 1 Uhr und ich sitze auf der Arbeit, habe gerade ein bisschen Zeit über Gott und die Welt nachzudenken. Draussen ist es wohl ziemlich kühl und irgendwo über den Wolken leuchten die Sterne und funkeln in der einsamkeit der nacht herum. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl die NAcht zum Tag zu machen und ein bisschen gegen seinen eigenen Körper zu kämpfen um nicht einzuschlafen. Und wofür das ganze nur damit man ein bisschen Stahl produziert. Ok ein bisschen Stahl ist zuviel gesagt, dass werden heute wieder um die 400 tonnen sein die wir durch die Anlage jagen. Aber wofür mache ich das, nur um des lieben Geldes willen? ICh vermute schon, zumindest zurzeit. Es wäre schon besser wenn ein weiterer Sinn dahinter stecken würde, aber das tut es nicht. Ich tue es nur um ein angenehmes Privatleben zu haben. Und das geht besser mit Geld. Aber einen weiteren Sinn hat das arbeiten doch, ich kann mich körperlich austoben und muss es nicht an wen auslassen. Aber warum mache ich mir da Nachts drüber einen Kopf, na gut ist wohl ein Mittel um die Müdigkeit zu unterdrücken. Irgendwie hat es doch was cooles, diese Halle zu erleben mitten in der NAcht. Wenn man diese Halle jetzt verlassen würde, würde ich die Nacht erleben wie es ganz Duisburg kaum Möglich ist. Hinter mir wäre der RAdau der Anlage und vor mir läge Thyssen und es ist beleuchtet, damit die Leute arbeiten können. Duisburg ist Nachts normalerweise tot, es ist kaum was los aber hier gibt es keinen Unterschied. Man merkt nur das NAcht ist an der Helligkeit und dem Gemütszustand der Menschen, sie sind lockerer drauf und sind albern. Es gibt keinen Druck NAchts, der dir Tagsüber eingebläut wird, von vorgesetzten die dich überwachen und kontrollieren ob du jede Kleinigkeit richtig machst. Nachts arbeitet man frei. Ich glaube ich bin verliebt in die Nacht. Oder nur in die Nachtschicht ich kann es nicht wirklich einsortieren. Aber das ist ja egal. Ich mag es Nachts wach zu sein und zu schauen wie man sich verhält. Tagsüber ist man das ja gewohnt, wie das Leben läuft. Und jeder ist auf den Tag fixiert. Keiner käm auf die Idee, mal ein Treffen mitten in der Nacht zu veranstalten um irgendwas zu planen oder so. Das läuft alles am Tag ab. Das ganze Leben ist auf den Tag konzipiert also auf den hellen teil der 24 Stunden. Zum Glück muss man sagen, weil dann hätte könnte ich das nicht erleben wie es ist, jetzt die Nacht zu haben. es ist mir schon häufiger bewusst geworden, dass mich die Nacht fasziniert. Aber jetzt in diesem Moment besonders. Beispielsweise fällt mir da dieses Bild ein das in meinem Kopf rumspuckt aus Australien. Wir sind im Regenwald Camp. Drin im Haus werden Buschtänze getanzt und ich stehe mit ein paar wenigen draussen und schauen uns diesen Mega reisen Sternenhimmel an mit ca 1.000.000.000 Sternen. Es ist was besonderes diese Nacht. Oder aber beim Firmwochenende 2007. Mein erstes Jahr als Katechet. Die Nacht der Sternschnuppen. Wir lagen vor der Burg Gemen und schauten in den Himmel und sahen ca. 7 Sternschnuppen und jeder stand für jeden von uns für einen ganz besonderen Wunsch. Sowas passiert nur Nachts. Nachts ist die Möglichkeit mal nicht die Hektik vom Tag zu spüren, sondern die entspannte Seite der Welt. Ich glaube ich erkunde mal die Welt Nachts, das ist viel entspannter und nicht so anstrengend wie es am Tag ist.



Diese gedanken sind jetzt ca. 1 Woche alt und spukten noch in meinem Kopf herum und wollten freigelassen werden. Heraus in die viel zu hektische Welt. Mal gucken wann ich das nächste Mal schreibe. Vermutlich nach dem Tubertal Festival aber das ist kein Versprechen. Sondern nur eine Vermutung.


Also man riecht sich später

Gruß Biese

3.8.09 19:40

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